{"id":567,"date":"2009-10-03T22:39:20","date_gmt":"2009-10-03T20:39:20","guid":{"rendered":"http:\/\/doenges.com\/blog\/?p=567"},"modified":"2018-05-13T13:12:51","modified_gmt":"2018-05-13T11:12:51","slug":"buchrezension-within-the-frame-the-journey-of-photographic-vision","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/doenges.com\/blog\/2009\/10\/03\/buchrezension-within-the-frame-the-journey-of-photographic-vision?lang=de","title":{"rendered":"[Buchrezension] Within the Frame &#8211; The Journey of Photographic Vision"},"content":{"rendered":"<p><em>Within the Frame &#8211; The Journey of Photographic Vision<\/em> von David duChemin ist wahrscheinlich das ungew\u00f6hnlichste &#8211; und beste &#8211; Photobuch, das ich dieses Jahr gelesen habe. Es ist ungew\u00f6hnlich, denn es \u00fcberbr\u00fcckt die L\u00fccke zwischen B\u00fcchern \u00fcber Photographie als Kunst und Photographie als Technik und bringt Kunst und Technik zusammen. Darum geht es meiner Meinung nach in der Photographie.<\/p>\n<p>Das erste Kapitel besch\u00e4ftigt sich mit der eigenen Vision &#8211; was ist es, was ich sehe und vermitteln m\u00f6chte? Das zweite Kapitel geht darauf ein, welche Gef\u00fchle, Ideen oder Eindr\u00fccke ich festhalten m\u00f6chte und welche Motive dies dem Betrachter vermitteln. Das dritte Kapitel beschreibt Ausr\u00fcstung und Technik, die n\u00f6tig sind, um genau das gew\u00fcnschte Bild zu erstellen. Diese Herangehensweise, bei der es nicht prim\u00e4r um (technisch) perfekte Bilder geht, sondern darum etwas zu kommunizieren in einem Bild trifft den sprichw\u00f6rtlichen Nagel auf den Kopf! Genau darum geht es.<\/p>\n<p>Im vierten Kapitel geht es um das Erz\u00e4hlen einer Geschichte in einem oder mehreren Bildern und wie man die Aufmerksamkeit des Betrachters fesselt. Diese Kapitel ist Pflichtlekt\u00fcre wenn man von einem optischen Leckerbissen zu einem G\u00e4ngemen\u00fc kommen m\u00f6chte.<\/p>\n<p>Die n\u00e4chsten Kapitel behandeln Photos von Menschen, Orten und Kulturen. Mir hat besonders das Kapitel \u00fcber Menschen gefallen (ich photographieren Menschen besonders gerne und habe eine Reihe n\u00fctzlicher Tipps und Ideen erhalten). Im Laufe des Kapitels \u00fcber Orte hat meine Aufmerksamkeit nachgelassen und wurde auch im letzten Kapitel nicht wieder geweckt. Mir scheint, dass die wichtigsten Punkte der vorherigen Kapitel etwas zu oft wiederholt wurden.<\/p>\n<p>Die Bilder in dem Buch sind ergreifend und wundersch\u00f6n. Eine Reihe sind auf der Website des Autors <a href=\"http:\/\/www.pixelatedimages.com\/\">www.pixelatedimages.com<\/a> zu sehen. Obwohl alle Bilder an f\u00fcr Europ\u00e4er oder Nordamerikaner sicher &#8220;exotischen&#8221; Orten aufgenommen wurden w\u00fcrde ich das Buch nicht als ein Buch \u00fcber Reisephotographie einordnen. Alles, was in dem Buch steht, trifft auch auf Photos in dem eigenen Heimatort zu, vielleicht sogar noch mehr als unterwegs &#8230;<\/p>\n<p>Ich versp\u00fcre gro\u00dfen Respekt vor der Art, wie David duChemin seine Motive als Menschen und nicht blo\u00df Kulisse f\u00fcr seine Photos behandelt. Ich empfinde diesbez\u00fcglich wie er und wurde mir \u00fcber einiges, was ich unbewusst gemacht habe, klarer. Au\u00dferdem habe ich eine Reihe von n\u00fctzlichen Tipps erhalten, wie ich Menschen auf Photos ansprechen kann.<\/p>\n<p>Mit seiner Behandlung von technischen Themen geht es mir \u00e4hnlich: duChemin macht mir in seinem Buch Dinge, die ich intuitiv getan habe, bewusst, wodurch ich mehr Kontrolle erhalte und mir mehr M\u00f6glichkeiten er\u00f6ffne. So w\u00fcnsche ich mir zum Beispiel dass ich seine Gedanken zu der richtigen Wahl des Objektives viel fr\u00fcher gelesen h\u00e4tte. Er hat mir gezeigt wof\u00fcr ich Weitwinkelobjektive einsetzen kann, die ich bisher kaum verwende. (Interessanterweise hat er offensichtlich eine \u00e4hnliche Entwicklung durchlebt, bei der er anfangs fast nur Teleobjektive verwendet hat und erst nach und nach den Einsatz von Weitwinkelobjektiven gelernt hat.)<\/p>\n<p>Schlie\u00dflich habe ich sehr, sehr viel aus seinem Ansatz Bilder als Geschichtenerz\u00e4hlen zu betrachten gelernt. F\u00fcr wen das &#8211; wie f\u00fcr mich &#8211; ein Buch mit sieben Siegeln ist, der wird sehr von <em>Within the Frame &#8211; The Journey of Photographic Vision<\/em> profitieren!<\/p>\n<p>Wie oben beschrieben hat mein Interesse und meine Aufmerksamkeit in den letzten beiden Kapiteln stark nachgelassen. War es einfach zu viel Stoff? Oder waren die Kapitel schw\u00e4cher als die vorhergehenden? Ich wei\u00df es nicht. Ich wei\u00df allerdings, dass das Buch auch ohne die letzen beiden Kapitel Pflichtlekt\u00fcre f\u00fcr jeden, der Menschen photographieren will, ist, deshalb erh\u00e4lt es f\u00fcnf Sterne.<\/p>\n<div style=\"width: 121px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"5 Sterne\" src=\"http:\/\/www.doenges.com\/img\/stars5.png\" alt=\"5 Sterne (von 5)\" width=\"111\" height=\"14\" \/> <p class=\"wp-caption-text\">5 Sterne (von 5)<\/p><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Within the Frame &#8211; The Journey of Photographic Vision von David duChemin ist wahrscheinlich das ungew\u00f6hnlichste &#8211; und beste &#8211; Photobuch, das ich dieses Jahr gelesen habe. Es ist ungew\u00f6hnlich, denn es \u00fcberbr\u00fcckt die L\u00fccke zwischen B\u00fcchern \u00fcber Photographie als Kunst und Photographie als Technik und bringt Kunst und Technik zusammen. 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